Tail-Spend-Optimierung durch Marktplätze

Einzelfall-Bestellungen, Bestellungen mit geringen Volumina oder auch Randbedarfe („Tail Spends“) führen regelmäßig zu Maverick-Buying. Die Anbindung von Marktplätzen stellt dabei eine komfortable Lösung dar – vor allem vor dem Hintergrund, dass es praktisch unrentabel ist, allen erdenklichen Bedarf eines Unternehmens in einzelverhandelten Katalogen anzubieten.

Aufwände reduzieren: verschiedene Anbindungsmöglichkeiten

Üblicherweise kommen bei Tail-Spends bzw. Randbedarfen Freitext-Bestellungen ins Spiel. Diese lösen jedoch im Einkauf einen unerwünschten Aufwand aus (20,69 Euro/BANF im digitalen Prozess lt. Mercateo Studie 2017). Eine Marktplatzanbindung gewährleistet hingegen effizientes, transparentes Buying: Technisch umsetzbar ist es per OCI (Open Catalog Interface) oder API (Application Programming Interface). Der Unterschied liegt u.a. im Einkaufsprozess.

OCI Punchout: Sprung in den Webshop

OCI ist ein Standard zum Austausch von Katalogdaten. So lassen sich Produktbestellungen aus externen Webkatalogen im eigenen Einkaufsprozess integrieren. Dabei springt der Anwender in den Webshop (er verlässt also die Arbeitsumgebung der E-Procurement-Plattform), stellt dort den Warenkorb zusammen und dieser wird dann in das ERP-System übernommen und verarbeitet. Diesen Zugriff auf den externen Katalog bezeichnet man auch als Punchout.

Vollintegrierte Alternativen: Background-Search und API

Ab bestimmten OCI Versionen kann die Produktsuche über die sogenannte Background-Search erfolgen. Dabei bleibt der User im eigenen System, ein Punchout wird vermieden. Die Suche ist sogar über mehrere Webshops hinweg möglich, sofern diese zumindest OCI 3,0 einsetzen. Mittels API kann die Plattform aber auch direkt auf die externen Produktkataloge zugreifen (diese können dann z.B. auch individuell verhandelt sein) – im Falle eines Marktplatzes bedeutet das eine Vervielfachung des Warenangebots in der eigenen eProcurement-Umgebung auf Knopfdruck!

Vereinfachung für die Kreditorenbuchhaltung: Single Creditor

Vielfalt im Einkauf zieht oft Mehraufwand in der Buchhaltung nach sich. Der Ausweg ist die Anbindung eines Single-Creditors: Dabei wird unabhängig von der Zahl der Lieferanten nur eine einzige Rechnung gestellt und so der manuelle Aufwand dank eines einzigen Rechnungstemplates/Prozesses reduziert.

Aktuelle Marktplatz-Anbindungen

Aktuell verfügt DIG über Anbindungen an folgende Marktplätze:

  • Amazon Business (OCI)
  • PSG (OCI)
  • Mercateo (OCI)
  • Unite (API)

Beispiel für Vollintegration: Unite

Während der Mercateo Shop mit europaweit 1.700 Lieferanten und 17,5 Mio. Artikeln in Österreich bzw. 24 Mio. in Deutschland die Anbieter anonymisiert, bietet Unite einen Direktzugang, bei dem auch die Preise mit dem Lieferanten verhandelt werden können. Die entsprechende Kataloganpassung erfolgt dann durch den Lieferanten, die gesamte technische Abwicklung läuft automatisch im Hintergrund. Das riesige Angebot auf Unite (u.a. Kroschke, RS Components, Jungheinrich) garantiert bessere Preistransparenz und Vielfalt. So können auch Einmalbedarfe unkompliziert beschafft werden – durch die schnelle Suche und Bestellung. Und das Single-Creditor-Prinzip der Plattform vereinfacht die Kreditorenbuchhaltung.

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